Einleitung zur Ausstellung «no go»
In dieser Ausstellung sind Arbeiten der KünstlerInnen Marc Gröszer, Margareta Hesse, Magdalena Kallenberger und Thomas Peter
aus den Bereichen Zeichnung, Malerei, Plastik und Video vertreten. Präsentationsorte, die im Normalfall „no go“ sind,
werden hier an Stelle der geraden weißen Wände als Präsentationsflächen genutzt.
Marc Gröszer wird bis dato noch nicht gesehene zeichnerische Arbeiten zeigen und eventuell kleine Aquarelle präsentieren.
Vier serielle Arbeiten von Margareta Hesse sind zu sehen, die durch mehrschichtige Anordnung von transparenten Materialien
und Farbe dreidimensionale Farbstrukturen sind, die trotz Konkretheit von Materialität und Farbe wie Ausschnitte
aus großen organischen Zusammenhängen wirken.
Die drei Videos von Magdalena Kallenberger sind Einzeleinstellungen im Minutenloop und arbeiten
mit Minimalbewegungen innerhalb der Bildkonstanten.
Thomas Peter installiert eine Anzahl von schwarzen Ton-Silikon Plastiken, die fremdartige Objekte darstellen
und eine eigenartige Gespaltenheit durch ihre Materialität ausstrahlen.
Diese leichte Sommerausstellung macht Spaß hat jedoch gewichtige Satelliten zum Diskutieren
in seinen unmittelbaren Umlaufbahnen.
„No go“ ist der Titel zu einer Ausstellung, die man mit derzeitigen Vorstellungen von Hängung und Präsentation
keinem beteiligten Künstler und keinem Betrachter zumuten kann. Es „geht nicht“. Diese Ausstellung muss,
so wie die Documenta 12, Gemüter herausfordern, die das Luxusgut Kunst nur mit inhaltlichen, formalen und/oder
technischen Höchstleistungen präsentiert sehen wollen. Ob dieses Modell Gültigkeit besitzt,
um die Aufmerksamkeit und Preisgestaltung auf dem Kunstmarkt zu lenken, ist mit der Documenta 12 unter anderem
zur Diskussion gestellt worden. Wenn der erste Kritiknebel verzogen ist, kann man gespannt sein, welche großflächigen Entwicklungen sich diesbezüglich mit einer Distanz von ein paar Jahren feststellen lassen.
„no go“ ist aus einer spontanen Idee in Verbindung mit Gedanken an die Documenta 12 entstanden.
Sie ist eine leichte Sommerausstellung und will keinen Diskurs parallel zur Documenta führen.
Ein Dank an die Künstler, die, von jung bis etabliert, jene anspruchsvolle Lockerungsübung mittragen.